Dieses Jahr dürfte es ein besonders schönes Weihnachtsfest für alle werden, die sich für Flugsimulatoren begeistern können. Rechtzeitig zum anstehenden Fest erscheint die zehnte Version des beliebten Simulators X-Plane. Für jeden, der höchste Ansprüche an Realismus stellt ist dieses Programm schon seit langem die erste Wahl. Die neueste Version greift auf Daten des Openstreetmap Projektes zurück, um realistische Landschaften zu zeichnen. Ab sofort ist für Windows, Linux und OS X eine Demoversion zum kostenlosen Herunterladen auf der Webseite erhältlich.^
Dadurch, daß nun der sehr große Datenbestand von Openstreetmap zur Verfügung steht, profitieren gerade die stark urbanisierten Regionen der Welt von einem deutlich verbesserten Detailreichtum. In Regionen wie Europa kann deshalb sogar gut auf Sicht geflogen werden. Die Gebäude werden hingegen noch nach einem Algorithmus generiert, der nicht auf OSM Daten basiert. Hier wird versucht „plausible“ Städte zu erzeugen.
Eine weitere offensichtliche Neuerung besteht in den „mitgelieferten“ Standardflugzeugen. Während in X-Plane 9 nur wenige dieser Flugzeuge ein überzeugendes 3D-Cockpit aufwiesen, haben in X-Plane 10 nun alle Modelle ein detailliertes Inneres. Standardmäßig startet die Demoversion mit der Boeing 747. Das Innere dieses Flugzeug weist zwar nicht dem gleichen Grad an Realismus auf, wie die kommerziellen Addons, ist jedoch mehr als gelungen. Ich würde allerdings eher die Cessna zum Probefliegen empfehlen.
Wer die Demoversion des Programms nutzt, muß leider in Kauf nehmen, daß der Joystick nach zehn Minuten deaktiviert wird. Meiner Meinung nach, hätte man hier eher 15 bis 20 Minuten ermöglichen sollen, da man mitunter schon für das Fein-Einstellen des Programms deutlich länger braucht.
